Gastronomie

German Pizza Trophy

And the winner is: Renato Polignone von der Pizzeria Tuscolo aus Bonn. Der Gewinner der diesjährigen German Pizza Trophy sprang auf die Bühne und dufte sich über seinen Pokal sowie das Pizza-Equipment von Lilly Codroipofreuen. Gino Tassone aus Dinslaken (3. Platz 2016) fand sich dieses Jahr auf Platz 2 wieder und Andrea Laquinta aus München sicherte sich den 3. Platz.

 

 

Doch piano! Lassen wir uns das Event von Anfang an auf der Zunge zergehen.

 

Montag, 18.09.2017. Niggemann lud zur 11. Hausmesse ein und veranstaltete in deren Rahmen zum vierten Mal die German Pizza Trophy – dieses Jahr erstmalig im Außenbereich unter einer sehr lifestyligen Bedachung, die Regen und Wind standhielt und eine tolle Atmosphäre bot. Pünktlich deutsch und italienisch lässig startete Michele Mondin, Chef von Novarredo Gastronomie-Einrichtungen,um 12.00 Uhr den Wettbewerb um den Pizza-Titel. An seiner Seite, Caterina Orlandi von pizzaepasta und die Gewinnerin der italienischen Vorentscheidung zur WM in Riva del Garda, Reanna Caspi, die den 18Pizzaioli professionell zur Seite stand. Und wer hatte das Vergnügen jede einzelne Pizzakreation zu probieren und anschließend zu bewerten? Kein anderer als Bochums Pizzabäcker-Original, Sergie Naclerio, Chef der Pizzeria Amalfi und mittlerweile eine feste Größe in der Jury. Natürlich war auch er nicht allein und erhielt fachkundige Unterstützung von Daniel Young, Autor des Buches „Where to eat pizza“ und Tom Thelen, freier WAZ-Redakteur und Autor für Restaurantkritiken.

 

 

Pane, Amore et Fantasia

 

Auch wenn die gleichnamige Pizza bei diesem Wettbewerb nicht als Numero uno gekürt wurde, für mich verkörperten alle Pizzaioli mit ihren sensationellen Kreationen dieses Motto. Der hausgemachte Teig wurde von jedem einzelnen im Vorfeld zubereitet und mitgebracht. Ebenso alle Zutaten, die mit Liebe und Sorgfalt ausgesucht waren und vor Ort kunstvoll und mit viel Fantasie verarbeitet wurden.

 

Ein Hoch auf die Pizzakultur in Deutschland

 

Teilweise wurden die Zutaten mitgebacken, teilweise erst nach dem Backvorgang frisch belegt. Apropos Backen! Ein echter Hingucker und technisch sensationell: der Pizzaofen aus dem Hause Cuppone, ein Traum aus Edelstahl, in dem auf zwei Etagen, je nach benötigter Gradzahl des jeweiligen Pizzabäckers, die Meisterwerke ihre luftig, leichte, knusprige Konsistenz erhielten. Darauf platziert war dann so einiges: 48 Stunden mariniertes Rindfleisch mit Büffelmozzarella und Tartufo, im Ofen mitgebackene Feigen kombiniert mit frischem Lachs, schwarze Oliven mit rotem Pfeffer trafen auf gegrillte Zucchini und Tomaten aus eigenem Bio-Anbau, würzige Salsiccia ließ sich Steinpilzen kombinieren  – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auch die Margherita begeisterte, sowohl als puristisch klassische Variante als auch neuinszeniert auf Basis eines Bierteiges. Jury und Publikum fühlen sich beim Probieren geschmacklich dem Himmel sehr nah und Michele Mondin brachte es auf den Punkt: „Die Qualität der Pizza ist in Deutschland noch mal besser geworden.“

 

 

Genießen heißt neugierig zu sein

 

Die Jury war es, gab jedem Wettbewerber die Zeit seine Kreation zu präsentieren und stellte Fragen zur Herstellung des Teiges, der verwendeten Mehlsorte und Auswahl der Zutaten. Wir im Publikum waren es auch und hatten sowohl während der Zubereitungszeit als auch beim Gespräch zwischen Jury und Pizzaiolo immer die Möglichkeit, ganz nah am Geschehen dabei zu sein und selbst in den Dialog zu treten. Nach der Präsentation durfte gekostet werden. Drei Stücke waren natürlich für die Herren Naclerio, Young und Thelen reserviert, der Rest ging an uns und fand begeisterte Abnehmer.

 

 

 

17.30 Uhr oder 18 Pizzastücke später

 

Kurz vor der Entscheidung. Um mich herum herrschte reges Treiben. Mittlerweile traf man sich beim Wein oder auf ein Fiege, „Hotel California“ klang aus den Boxen, draußen ging wettertechnisch die Welt unter, wir standen trocken und dank Heizstrahlern warm und gesellig zusammen. Unseren vierzehn Pizzakünstlern war die Nervosität anzusehen. Sie hatten sich bereits vor der Bühne gruppiert und wirkten ein wenig wie eine italienische Fußballmannschaft kurz vorm Anpfiff. Neben aller Genussvielfalt, die uns diese Signore geboten hatten, ich möchte auch an dieser Stelle der Jury mein größtes Lob aussprechen. Vierzehn unterschiedliche Pizzakreationen zu essen ist das eine, jedes Mal erneut das jeweilige Handwerk zu schätzen, Nuancen zu schmecken, Aromen wahrzunehmen und immer mit voller Aufmerksamkeit und Passion dabei zu sein, bedeutet eine echte Herausforderung. Complimenti an das Jury-Trio!

 

 

Von Bochum zur WM nach Parma

 

Dann war es soweit. Michele und Caterina verkünden die drei stolzen Gewinner, die sowohl vom Publikum als auch von ihren Mitstreitern mit großem Applaus beglückwünscht wurden. 1. Sieger Renato Polignone versprach direkt, seine Pizzakreation mit selbstgemachter Bianca Creme und frischen Steinpilzen auf die hauseigene Karte zu setzen. Gute Entscheidung! Mal sehen, was er sich noch so alles einfallen lässt – schließlich hat er sich mit seinem ersten Platz direkt für die Pizza Weltmeisterschaft 2018 in Parma qualifiziert. Auch von mir herzlichen Glückwunsch an Renato, sollte mein Weg mich nach Bonn führen, ich komme auf alle Fälle vorbei!

 

Grazie mille:

 

Die German Pizza Trophy 2017 wurde von pizza e pasta, pizzanew, Le 5 stagioni & Novarredo unterstützt.

Geflügel

Ein Besuch bei unserem französischen Geflügel-Lieferanten für Entenfleisch "Ernest Soulard". Drei Tage mit Spuren von französischer Geschichte, viel Fachkunde und französischer Gastfreundschaft, wie sie im Buche steht.

Fleisch

Was macht ein Beefhunter bei einem Kaninchenzüchter? Eine berechtigte Frage, die hier beantwortet wird. Ein Bericht von Beefhunter Andreas Roschak.

Fisch

Seit mehr als 25 Jahren ist DELTA Lieferant von Niggemann und das hat zwei gute Gründe: die optimalen Wasserbedingungen an der Oosterschelde in Yerseke und die garantierte Frische und Qualität aller Produkte. Davon konnte sich eine Delegation von Kunden aus Gastronomie und Handel sowie das Niggemann-Team vor Ort überzeugen.